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  Erfolgreiche Sportler am THG - Teil I

 
Kategorie: Neuigkeiten erstellt: 25.12.2017 um 10:10 Uhr Autorenkürzel: teevs  
 

 

Fünf Schülerinnen des THG betreiben die Sportart Aerobic auf höchstem Niveau. Im Folgenden stellen sie sich und ihren Sport vor.

 

 

Wettkampfaerobic

 

Was ist Wettkampfaerobic eigentlich?

 

Wettkampfaerobic (engl.:Aerobic Gymnastics) ist die Wettkampfform der Aerobic. Ziel ist es, komplexe und hoch intensive Bewegungsmuster, die ihren Ursprung in traditioneller Fitness-Aerobic haben, ohne Unterbrechung zu Musikbegleitung vorzuführen. Eine Übung (Kür) muss Kreativität mit der perfekten Integration aller Bewegungen, der Musik und Ausdruckskraft verbinden.

Vergleichbar ist Aerobic mit Turnen und rhythmischer Sportgymnastik.

Bewertet werden die Komplexität der Kür, die Ausführung und die Schwierigkeitselemente, wie Liegestütze, Spagate oder Sprünge.

Es gibt verschiedene Altersklassen: 12-14 (AG1), 15-17 (AG2), und 18+ (Senior) und verschiedene Level: Level 1-3, wobei 1 das Beste ist.

 

 

Wer ist Wer?

 

Alle Mädels ab der AG1 dürfen am Landeskadertest und Bundeskadertest teilnehmen. Aus Klasse 6 sind Lillian und Julischka MacNeil im Landeskader. Ihre Schwester Mascha MacNeil und Julia Fuß (Klasse 8) haben es dieses Jahr in den Bundeskader geschafft und werden an internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Alle startet diese Saison in der AG1. Dajana Näveke (oberes Bild, Jg. 12) ist ebenfalls im Bundeskader und startet in der AK 18+.

 

 

Lillian und Julischka MacNeil
Wir sind Lilli und Jule und machen seit ungefähr 4 Jahren Wettkampfaerobic. Es macht wahnsinnigen Spaß und man lernt immer wieder etwas Neues.
Nach einem Jahr im Perspektiv-Kader sind wir nun seit drei Jahren Teil des Landeskaders in Niedersachsen. Auch dieses Training mit unseren Freunden aus den anderen Vereinen macht viel Spaß und man verbessert sich von Training zu Training.
Bei den Wettkämpfen ist es toll, sich zu beweisen und sich auch mal mit anderen zu messen. Wir sind oft gemeinsam gestartet, aber auch im Einzel waren wir beide schon erfolgreich. Bei den Kinder- und Jugendspielen einmal im Jahr, die einem schon mal einen Vorgeschmack auf die nächste Saison geben, sind wir immer dicht hintereinander platziert. Jeder von uns hat in diesem vielfältigen Sport seine Stärken und Schwächen.
Dieses Jahr haben wir es gemeinsam mit unseren Teamkolleginnen Kira Stöber und Fiene Rietze in ein Kooperationsteam mit Hannover geschafft. Dafür trainieren wir regelmäßig gemeinsam am Wochenende, abwechselnd in Wolfenbüttel und Hannover, um für die Wettkämpfe im nächsten Jahr gut vorbereitet zu sein. Später ist unser Ziel, auch mal bei dem Bundeskadertest mitzumachen und damit international starten zu können.
Uns bereichert der Sport sehr, und er bietet auch eine gute Gelegenheit, Freunde zu treffen. Man lernt in diesem Sport sein Bestes zu geben, zusammenzuhalten und vor allem Spaß auf der Fläche zu haben. Aus diesen Gründen sind wir auch bei diesem Sport geblieben – es macht einfach riesigen Spaß und man kann stolz auf sich sein.

 

 

 

 

Mascha MacNeil
Ich mache seit ungefähr 8 Jahren diesen Sport und es macht mir super viel Spaß, vor allem, weil mir diese Kombination aus Turnen, Tanzen und Kraftanstrengung gut gefällt.
Das Training ist immer lustig, man hat Spaß mit Freunden und weiß immer genau, auf welches Ziel man hintrainiert. Das ist das Tolle an diesem Sport, man kann sich bei verschiedensten Wettkämpfen beweisen - alleine, aber auch im Team, so ist der Erfolg noch schöner.
Seit mehreren Jahren bin ich im Landeskader und habe an den regelmäßigen Trainingseinheiten mit anderen Kindern aus Niedersachsen teilgenommen.
Dieses Jahr habe ich auch den Test für den Bundeskader gemacht, und es war super anstrengend. Nun habe ich die Chance, auch bei internationalen Wettkämpfen zu starten. Mit meiner Freundin Julia habe ich es in das Team in Kooperation mit Riesa, Rotenburg und Hannover geschafft. Unser Ziel ist es, in unserer Altersklasse für Deutschland an der Weltmeisterschaft in Portugal sowie am Weltcup in Tokyo teilzunehmen. Dafür fahren wir mehrmals im Monat zum gemeinsamen Training mit den anderen aus unserem Team. 
Sonst habe ich viermal die Woche drei Stunden Training, aber auch das schaffe ich locker mit der Schule.
Mir macht Wettkampf-Aerobic sehr viel Spaß und ich freue mich auf die nächste Saison und die internationalen Wettkämpfe mit meinem Team.

 

 

Julia Fuß (auf dem unten zu sehenden Bild ist Julia vor Pauline Dröder)

Ich mache seit 8 Jahren Wettkampfaerobic beim MTV Wolfenbüttel und trainiere drei- bis fünfmal in der Woche mehrere Stunden. Mir gefällt dieser Sport, weil es Spaß macht, Übungen zur Musik zu machen, es tolle Choreographien gibt und man auch in Teams und nicht nur allein starten kann.

Seit 7 Jahren bin ich im Landeskader Niedersachsen. In den vergangenen Jahren habe ich an vielen Wettkämpfen teilgenommen und bin in den verschiedenen Kategorien Einzel, Duo, Trio und Team gestartet. In diesem Jahr hatte ich mich mit meinem Trio für die Deutsche Meisterschaft in Berlin qualifiziert und dort haben wir die Bronze-Medaille geholt.

Im Bundeskader bin ich seit 2016. Die Aufnahmetests sind sehr anstrengend, aber es lohnt sich, da man so auch international starten kann. Deshalb konnte ich im März 2017 an einem internationalen Wettkampf in Aix les Bains/Frankreich teilnehmen. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Aerobic-Sportler aus anderen Ländern trainieren.

In dieser Saison trainiere ich in einem Kooperationsteam der Altersklasse 12 bis 14 mit den Vereinen Rotenburg, Hannover und Riesa. Das macht mir viel Spaß, weil man neue Freundschaften schließen kann und die Trainingsweise der anderen kennen lernt. An einem bis zwei Wochenenden im Monat treffen wir uns und werden auch von einem bulgarischen Trainer, der noch für Österreich und die Türkei Choreos erarbeitet, trainiert. Unser nächstes

Ziel ist die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in Portugal.

 

 

Dajana Näveke

Seit 9 Jahren mache ich bereits Wettkampfaerobic, davor habe ich geturnt. Ich bin total fasziniert von dieser Sportart, da sie so facettenreich ist. Wir brauchen Kraft, Eleganz, Beweglichkeit, Koordination, Kondition und vor allem Spaß und Ehrgeiz. Genau deswegen bin ich bei dem Sport geblieben, weil es einfach Spaß macht. Es ist nicht nur ein Gegeneinander, sondern in den Teams und mit meinem Partner Nils ist es viel mehr ein herzliches Miteinander.

Seit meiner ersten Saison bin ich im Landeskader. Dieses Jahr habe ich beim Bundeskadertest mitgemacht, weil ich in einem internationalen Trio und Team starte. Das Ziel ist die WM im Juni 2018. Dafür fahre ich monatlich nach Ingelheim am Rhein. Den Stress merke ich kaum- außer in der Klausurenphase. Dennoch bekomme ich viermal die Woche dreistündiges Training und Schule locker unter einen Hut.

Trainiert wurde ich bisher von meinem Trainer Jonas Schwarze. Ab dieser Saison werde ich von Dirk Engel aus Ingelheim trainiert, weil er hauptberuflich Trainer ist und deswegen Zeit hat, Trainingspläne genauer auf seine WM-Sportler abzustimmen. Zudem kann sich Jonas dann mehr um die weiteren Wolfenbütteler Teams kümmern.

Auf die kommende Saison freue ich mich schon riesig - besonders die WM und der Wettkampf in Amerika werden sicher ein Highlight werden.

Zudem trainiere ich noch unsere Jüngeren. Beispielsweise baue ich die Übung von Lilli und von Julia. Seit letztem Jahr habe ich zusätzlich noch einen Kampfrichterschein.

 

 

Unser Training in den Kooperationsteams

 

Dajana:

Seit diesem Jahr trainiere ich mit in Ingelheim und bin mit noch 17 Jahren die Jüngste in dem Team. Dadurch muss ich noch einiges, besonderes in den schwierigen Elementen, aufholen, da ich mit Sportlern zusammen starte, die sechsmal die Woche fünf Stunden trainieren und das schon seit klein auf. Seit Anfang dieser Saison bekomme ich immer Hausaufgaben zugeschickt, die ich entweder täglich Zuhause in meinem Zimmer erledigen muss oder eben in der Turnhalle währende der regulären Trainingszeit. Jung und klein zu sein hat jedoch auch Vorteile- so werde ich in der Hebefigur gehoben und muss mich nicht als Heber abmühen.


In dem Team fühle ich mich auch total wohl. Wir sehen uns zwar selten, aber verstehen uns prima. Insgesamt sind wir zu sechst- drei kommen aus Ingelheim, eine aus Ulm und eine weitere aus Münsterland. Dabei ist auch ein Junge, Paul Engel, der der erfolgreichste Aerobicsportler in Deutschland ist. Wir starten als ein Trio und sind ein Team von fünf Personen. Wer zu welchem Wettkampf fährt, entscheidet Dirk. Es ist abhängig davon, wer wann Zeit hat und wie oft davor gemeinsam trainiert wurde. Dennoch kommt jeder zum Zuge. Also geht es bei uns nicht nach dem Prinzip: „Die Besten starten immer und der Rest sitzt auf der Wechselbank“. Allerdings werden zur WM die Besten geschickt und dafür dürfen die anderen bei weiteren internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Geplant sind fünf europaweite Wettkämpfe und einer in Amerika.

Da wir kaum gemeinsam trainieren, koordiniert Dirk alle unsere Trainingspläne und die Kür lernen wir über Videos. Die Trainingspläne sind an mich angepasst und auch machbar. Wenn es mir zu einfach oder zu schwer fällt, darf ich das ruhig äußern, da ich noch neu in dem Team bin und Dirk mich erst kennenlernen muss. Über die Trainingsmethoden darf ich nicht sprechen, da bei meinem Kooperationsteam Geheimhaltung großgeschrieben wird.

Einmal monatlich am Trainingswochenende trainieren wir meistens von 10 Uhr am Samstag bis 16 Uhr am Sonntag. Geschlafen wird bei einer Gastfamilie. Bisher habe ich bei zwei verschiedenen Familien übernachtet und sie haben mich herzlich willkommen geheißen. Das Wochenende ist zwar anstrengend, aber macht auch total Spaß. Es ist immer wieder toll, einen Einblick in die verschiedenen Trainingsmethoden zu bekommen.

Die Fahrt von WF aus dauert etwa vier Stunden mit dem Zug, die ich sinnvoll mit Hausaufgaben nutze. Ab und zu fahren mich auch meine Eltern und verbringen ein Wochenende in Frankfurt am Main.

Finanzieren muss ich leider alles selbst, da Aerobic nicht Fußball ist und deswegen keine Sponsoren gefunden werden. Der Verein unterstützt uns auch nicht, obwohl es selten ist, dass der MTV Wolfenbüttel Teams zur WM schicken kann. Das Geld bekomme ich größtenteils von meinen Großeltern und durch meinen Trainerjob.



 

Es ist einfach toll, die Entwicklung von meinen Schützlingen zu sehen. Seit zwei Jahren trainiere ich Lilli bereits und bisher mit totalem Erfolg. Wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Seit dieser Saison baue ich noch die Kür für Julia. Sie wird von Jonas trainiert, aber turnt meine Schritte, weil Jonas mal einen neuen Stil bei Julia probieren wollte. Für Julia ist das Ziel das Finale der Deutschen Meisterschaft im Oktober 2018. Lilli wird mit ihrer großen Schwester, mit der von mir gebauten Paar Übung, ebenfalls bei der DM antreten.

Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor uns und ich hoffe auf eine erfolgreiche und möglichst verletzungsfreie Saison 2018.